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Der unten stehende Text gibt meine ganz persönlichen Gedanken wieder, dazu wie ich die Welt empfinden würde, wenn alles so weitergeht wie bisher.

Wir sind Herr, wir herrschen, wir beanspruchen, wir produzieren, wir verbrauchen, wir rotten Arten aus, unwiederbringlich, wir sind bald 10 Milliarden. Rücksichtnahme, Gleichgewicht, Nachhaltigkeit müssen zurückstehen gegenüber Gier, Maßlosigkeit, Anmaßung und Arroganz.

Wie groß ist mein Anteil daran? Tue ich genug zum Schutz und Erhalt unserer wunderschönen Welt? Nachhaltig, fair und vegan leben zu wollen, sind ehrbare Ziele.

Mein konkreter Anlass für den Text ist:

– Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, Massentierhaltung, Ressourcenausbeutung, Wassernotstand, Klimaerwärmung, Güllenotstand, Nitratbelastung, Gammelfleisch, Turbokuh, Genmais, Glyphosat, Flüchtlingsdrama, Artenschwund, antibiotika-unempfindliche MRSA- und ESBL-Keime, Millionen Kriegstote, Abermillionen Hungertote und so weiter und so fort.

– und meine Anregung war das wunderschöne Lied von Freddy Mercury und Montserrat Caballe „How can I go on?“

Und hier mein Text:

Was kann ich noch tun?

Wenn bald das letzte Tier geschlachtet ist,
und Stille auf der Erde herrscht,
dann bin ich nackt, zu Eis erstarrt,
aller Bäume Äste, sie deuten auf mich hin,
mein Bitten und mein Flehen, längst sind sie verhallt,
nur Ruinen überall, Widerstand ist grob gebrochen.

Was kann ich noch tun?
Verdammt zu meinem Schicksal,
nichts kann mich mehr retten,
wo bin ich jetzt zu Haus,
wer hat meinen Bauch zerrissen,
die Schönheit dieser Welt, ausgeblutet, kein Tropfen mehr,
in dunkler Nacht ertrinke ich im Leiden,
es durfte nie passieren,
Scherben liegen überall, kein Weg zurück.
Was kann ich noch tun?

Kämpfte ich mit Leidenschaft?
Ich kann nicht sagen,
ich habe nichts gewusst,
feige, abseits stehe ich, mein Ringen ist nur Alibi.
Die Angst der Tiere, sprachlos, bleibt allein,
mein Kopf dreht ab, ich will nicht sehen.

Was kann ich noch tun?
Verdammt zu meinem Schicksal
nichts kann mich mehr retten,
wo bin ich jetzt zu Haus,
wer hat meinen Bauch zerrissen,
die Schönheit dieser Welt, ausgeblutet, kein Tropfen mehr,
in dunkler Nacht ertrinke ich im Leiden,
es durfte nie passieren,
Scherben liegen überall, kein Weg zurück,
Was kann ich noch tun?

Helmut Schmidt, 26.8.2015

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