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BLITZLICHT | 2015-11-30 |

der erste Schritt – ein großer Schritt für uns

Endlich, Monate haben wir darauf hingearbeitet. vegandi ist gestartet. Abgehoben haben wir und doch ist es nur ein kleiner Hüpfer, schwierig ist es an Höhe zu gewinnen und körperlich fühle ich mich einfach erschöpft.
So lautet mein kurzes Resümee nach acht Auftritten am Markt. Nach 25 Jahren (Computer)Mäuse über den Tisch schieben ist das kein Wunder.

Aufbau

6:00 Uhr: Auto packen; 6:30 Uhr: Marktstand aufbauen, wir trotzen Wind, Regen und Kälte.

Markt

Wie sprechen wir die Kunden an, sehr viele laufen einfach vorbei. Zum Glück kommen ein paar Freunde. Wieviel Zuspruch können wir erwarten? Wie kann ich die Leute überzeugen unsere Häppchen zu probieren, wieviel Umsatz können wir erwarten?

Fragen über Fragen…

Fragen über Fragen

Fragen…

Bis jetzt haben wir dafür noch keine Antwort.

Wie viele Leute sind einfach satt, haben gerade gefrühstückt oder möchten morgens keinen Kuchen oder kommen vom Zahnarzt oder haben es eilig oder ignorieren uns einfach oder schütteln nur den Kopf oder haben die Hände voll oder spüren nur die Kälte und wollen schnellstens nachhause.

Wir sind unsicher, welches Angebot passend ist, wir sind unsicher was die Kunden eigentlich möchten. Wie lange dauert es, bis sich vorhandener Zuspruch und Interesse in Umsatz umwandeln? Ist die Nische „vegan“ nicht zu klein.
Noch mehr Fragen…

noch mehr Fragen

noch mehr Fragen

Abbau

13:00 Uhr: Marktstand abbauen, nachhause fahren, Auto ausladen, Parkplatz suchen, übrig gebliebene Lebensmittel wegräumen, Grill säubern, Wasserkanister säubern, schmutziges Geschirr in die Geschirrspülmaschine,
P a u s e, produzieren für den nächsten Tag, den nächsten Markt.

Positives

Ich gewinne an Kraft, wir sind viel strukturierter beim Auf- und Abbauen, das Auto ist nicht mehr so chaotisch gepackt wie am Anfang, ich mag die Gespräche mit den interessierten, ich kann mich dabei richtig in Begeisterung reden und vergesse völlig das Verkaufen. Wir bekommen viele Tipps. Wir bekommen Unterstützung von den Menschen von den anderen Marktständen. Ich schlafe entspannter, wir haben noch so viele Ideen und immer wieder blühen neue auf. Meinen verspannten Schultern geht es viel besser.

Und die härteste Erkenntnis für mich:
Das hier passt viel besser zu mir als das, was ich 20 Jahre gemacht habe oder jetzt ist einfach die Zeit dafür.

Gehöriger Aufwind

Der Umsatz, der Gewinn mag zurzeit nicht stimmen, überhaupt nicht, aber die Richtung stimmt. Der Gedanke sorgt für frischen Aufwind.

Nachtrag – Marktimpressionen

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